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  • Lisa Honeder

Yoga Haltungen - Wirkungen auf Körper & Geist

Dieses wohltuende, unbeschreibliche Gefühl nach einer Yoga Einheit.... jede/r Yogi kennt's :) Die Abfolge von Positionen in einer Yoga Einheit ist kein Zufall, das Gefühl, das sie auslösen ebenso nicht. Was machen Yoga Haltungen mit uns....?


Yoga Positionen werden meist in unterschiedliche Kategorien unterteilt. Jeder Kategorie von Asanas werden spezielle energetische Wirkungen auf den Körper zugeschrieben.

Stehende Haltungen = erdende, stabilisierend Wirkung

Stehende Haltungen stärken die Muskulatur und verbessern die Durchblutung in den unteren Extremitäten. Sie geben uns außerdem Stabilität, auf der Yoga Matte und im Leben.

Beispiele für stehende Haltungen sind der Berg (Tadasana) und der Krieger 2 (Virabhadrasana 2)


Balancehaltungen (Stehend oder Armgestützt ) = Konzentration, Fokussierende Wirkung

Balancehaltungen stärken unseren Gleichgewichtssinn, fördern Mut und schulen unsere Geduld. Durch die aufzubringende Konzentration, um die Balance zu finden und zu erhalten, kommt der Geist zur Ruhe.

Beispiele für Balancehaltungen sind der Baum (Vrikshasana) oder der Kranich (Bakasana)

Vorbeugen = Kühlend, beruhigende Wirkung

Vorbeugen beruhigen das sympathische Nervensystem. Tiefere Vorbeugen, bei denen der Bauchraum komprimiert wird, stimulieren die Bauchorgane und fördern die Verdauung. Auf der psychischen Ebene lindern Vorbeugen u.a. Unruhe und Ängste.

Beispiele für Vorbeugen sind die Kindhaltung (Balasana) sowie die sitzende und stehende Vorbeuge (Paschimottanasana und Uttanasana)

Drehungen = Kühlende, entgiftende Wirkung

Drehhaltungen werden auch Twists genannt und haben einen neutralisierenden Effekt nach Vor- oder Rückbeugen. Die Bandscheiben werden genährt und die Bauchorgane massiert. Die Verdauung wird angeregt und Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Sie sind also die "Detox" Haltungen im Yoga.

Beispiele für Drehhaltungen sind das gedrehte Dreieck (Parivrtta Trikonasana) und der Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)

Hüftöffner = befreiend

Stress, Emotionen und Anspannungen werden durch die beim Hüftöffner generierte Iliopsoasdehnung gelöst. Das kann auch u.U. dazu führen, dass Emotionen bzw. tiefer liegende Gefühle hochkommen.

Beispiele sind der Ausfallschritt (Alanasana), Krieger 1 (Virabhadrasana 1) oder die Taube (Eka Pada Rajakapotasana)

Rückbeugen = Stimmungsaufhellend, anregend

Rückbeugen wirken anregend und erwärmend. Durch das Rückbeugen wird der Herzraum geöffnet.

Beispiele für Rückbeugen sind die Kobra (Bhujangasana), das Kamel (Ustrasana), der Bogen (Dhanurasana), oder das Rad (Chakrasana)


Umkehrhaltungen = Kühlend, beruhigende Wirkung

Umkehrhaltungen beschreiben jene Positionen, bei denen das Herz höher als der Kopf positioniert ist. Der Blutfluss wird umgekehrt, wodurch das Herz stärker arbeiten muss und trainiert wird. Umkehrhaltungen können beruhigend oder aktivierend wirken.

Beispiele für Umkehrhaltungen sind der herabschauende Hund (Adho Mukha Svanasana), der Schulterstand (Sarvangasana) oder der Kopfstand (Sirshasana)

Haltungen in Rückenlage = entstpannende Wirkung

Das Ende einer Yoga Einheit wird üblicherweise in Rückenlage verbracht. Positionen in Rückenlage wirken entspannend und ausgleichend nach intensiveren Asanas. Der Körper kann die zuvor durchgeführten Positionen verarbeiten und der Geist kommt zur Ruhe. Man kann diese Übungen mit einem „Cool Down“ vergleichen.

Beispiele: Der liegende Schmetterling (Supta Baddha Konasana), und die bekannte Totenhaltung (Savasana)

Abgesehen von den oben beschriebenen Wirkungen lehrt uns Yoga Achtsamkeit. Aktuelle neurowissenschaftliche Forschungen* zum Umgang mit Stress und Burnout haben bewiesen, dass achtsamer Umgang mit uns selber nachhaltig Stress reduziert. Durch regelmäßige Yoga Praxis lernen Menschen wieder mehr auf sich selbst zu hören und das wirkt sich auf unser Gehirn aus. Man lernt gelassener zu sein und das vegetative Nervensystem auszubalancieren. Also - auf die Matte, fertig, los :)


* https://www.sein.de/neuro-yoga-ein-achtsamer-und-bewusster-umgang-mit-gehirn-und-nervensystem/

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